Quadwelt 05/2009 - Tracktest
„Schließlich tritt die Yamaha auch als Spotgerät auf und der kernige, simple Motor lässt keinen Zweifel aufkommen, wo die Konstrukteure den Einsatzbereich des Quads sehen. In mehreren Tests bescheinigten nicht nur wir dem Fahrzeug Qualitäten im Enduro-Sport. Das Fahrwerk ist auf straffe Fahrweise ausgelegt. Die Bremsanlage stammt aus der YFZ450 und packt per Grizzly-Zangen an die Scheiben. Excenter-Schwinge und ein leichter Auspfuff sprechen ebenso für einen Einsatz im Wettbewerb. Alu-Felgen, leichte und geländetaugliche Reifen runden diesen Eindruck zusammen mit dem gut zugänglichen Luftfilterkasten ab. Serie ist ein Unterfahrschutz und das schlanke Plastikkleid, welches übrigens rasch und ohne Aufwand entfernbar ist.“
„Ähnlich leichtgängig wie ein Mountainbike zieht die Yamaha durch den Wald. Die schmale Spur erweist sich als Vorteil. Raus aus den Kehren, leichter Schenkeldruck und der quirlige Motor erledigt den Rest. Fahrspaß nennen wir das.“
„Erfreulich auch die Boxenstopps: Nur wenige Liter sind nach rund 90 Minuten zu tanken, die Serienkette steckt den Einsatz bei wenig Nachspannen gut weg. Den Luftfilter reinigen wir ein Mal, was aber bei anderen Witterungsverhältnissen variieren kann.“
„Grund zur Freude gibt es auch: Platz Zwei in unserer Klasse ist ein achtbarer Erfolg. Zumal die 250er das hubraumschwächste Fahrzeug im gesamten Feld war. Die Tugenden einer leichten und quirligen Maschine haben sich in Torgau bewährt. Dieses Ergebnis spricht für die These, dass es nicht immer nur auf Motorleistung ankommt. Gerade im Enduro-Sport spielt auch das „Lesen“ der Strecke, Kondition und Ausdauer eine Rolle.“
„Die Yamaha eignet sich ganz besonders für die Einsteiger in diese Art des Motorsports. Die mit ihr gesammelten Erfahrungen kommen dem Fahrer später auf den kernigen Wettbewerbsmaschinen zugute.“